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Blauer Mond in der Silvesternacht

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Der Begriff "Blue Moon" bezeichnet ursprünglich im englischen Sprachraum ein nur sporadisch auftretendes, sehr seltenes Ereignis – der zweite Vollmond innerhalb eines Kalendermonats wird als der „blaue Mond“ bezeichnet, bzw. wird seltener auch der vierte Vollmond innerhalb einer Jahreszeit so genannt.
Im übertragenen Sinne ist mit dem Spruch „once in a blue moon“ etwas sehr selten Vorkommendes gemeint.

 

 

Julius Cäsar und das Sonnenjahr


Wie kann es überhaupt - rein astrologisch-rechnerisch - zu diesem doppelten Vollmond innerhalb eines Monats kommen?

Nun - die patriarchale Struktur des sogenannten Sonnenjahres teilt das Jahr in 12 Monate mit ungleich vielen Tagen – 28, 29, 30, 31. Der Mond ist alle 29 Tage voll. Ein einfaches Rechenexempel also, dass hin und wieder ein Vollmond zuanna_perenna.jpg Beginn und einer zum Ende eines Kalendermonats vom Himmel strahlt.
Diese zwölf Abschnitte des Jahres teilte Julius Cäsar ein und schuf damit die Basis unserer heutigen Monate, bei denen der natürliche Rhythmus des Mondes keine Rolle mehr spielt - lediglich die Ähnlichkeit der Worte "Mond" und "Monat" erinnern an seine frühere (matriarchale) Bedeutung für den Kalender.

Allerdings gäbe es eine viel einfachere Unterteilung dieser 365 Tage.
Teilen wir diese durch 28, so kämen wir im Jahr auf 13 Monate, was viel eher einem natürlichen Rhythmus, zumindest jenen der Frauen entspräche.

Nun ist aber bei uns das Sonnenjahr gebräuchlich und daher kommt es zu dem „Phänomen“, dass es immer wieder innerhalb eines Kalenderjahres einen Monat mit zwei Vollmonden gibt, der zweite wird „blauer Mond“ genannt. Dies kommt in 100 Jahren etwa 41 Mal - im Durchschnitt rund alle 2,5 Jahre vor. In ganz seltenen Fällen gibt es sogar zwei „Blue Moons“ innerhalb eines Jahres, dann hat der Februar keinesfalls einen Vollmond. Das geschieht das nächste Mal im Jahr 2018, wenn ein vollmondloser Februar von "Blue Moons" im Jänner und März flankiert werden.

 

 

Wieso wird der Mond blau?

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Gleich vorweg - natürlich ist der astrologische „Blue Moon“ genauso wenig blau wie alle anderen Vollmonde. Kurz nach dem Aufgang können wir den Mond oft in roter Farbe wahrnehmen. Das kommt daher, dass seine Strahlen dann unter flachem Winkel einfallen und einen sehr langen Weg durch die Erdatmosphäre zurücklegen müssen. Dabei wird der Blauanteil des Mondlichts wesentlich stärker geschwächt als der rote, geradezu ausgelöscht. Klettert der Mond dann im Laufe der Nacht am Himmel höher, nimmt dieser Effekt ab. Der Mond ist nun orange, golden, gelb, gelblich-weiß zu sehen, bis er hoch oben am Firmament schließlich praktisch reinweiß er-scheint.
Dennoch gibt es auch Berichte von grünen und blauen Monden. Diese tauchten im Gefolge von heftigen Vulkaneruptionen wie der des Krakatau vor der Westküste Javas 1883 oder des philippinischen Pinatubo 1991 bzw. auch nach schweren Waldbränden, wie jenem in der kanadischen Provinz Alberta 1951 auf. Solche Katastrophen reichern die Luft mit Staub und Ascheteilchen an. Unter bestimmten Umständen mögen diese Partikel tatsächlich ungewöhnliche Lichtstreuungseffekte bewirken, die dann zu blauen Mondbildern führen. Da dies so selten ist, wurde der Begriff „Blauer Mond“ dann vermutlich auch für den seltenen zweiten Vollmond innerhalb eines Monats verwendet.

 


Wonnemond, Erdbeermond oder Schneemond - die alten Monatsbezeichnungen


chang-o.jpgBesonders in agrarischen Kulturen sind die Mondphasen für die Zeiten der Saat, Ernte und für andere Feldarbeiten sehr wichtig. Man fing mit den cäsarischen 12 Monaten daher wenig an, da jeder Vollmond nach den bäuerlichen Arbeiten genannt wurde. So sprach man also vom "Lenzmond" oder „Lenzmonat“ im März, darauf folgen im April Ostermond, dann Wonnemond, Brachmond, Heumond, Ährenmond und Herbstmond, der "Wein- oder Weinlesemond" im Oktober, der "Wind- oder Nebelmond" und "Christmond". Das Wort „moon“ oder „Mond“ wurde in diesen Bezeichnungen auch durch „month“ oder „Monat“ ersetzt.
Diese Bezeichnungen sind natürlich vom jeweiligen Kulturkreis abhängig. Anderswo kennen die Menschen z.B. auch einen Krähenmond, Grasmond, Blumenmond, Milchmond, Rosenmond, Erdbeermond, Donnermond, Blutmond, Bibermond, Frostmond oder Schneemond.
Ab dem 16. Jahrhundert sind mehr und mehr die uns heute vertrauten, aus dem Lateinischen stammenden Monatsnamen gebräuchlich, die sich allerdings gerade bei den Menschen, die von der Landwirtschaft und damit mit der Natur leben, schwer durchsetzten.


„Mond nach Weihnachten" schon vor dem Christfest?


Der „Maine Farmers' Almanac“ – ein Bauernkalender, der im Nordosten der USA herauskam, hielt daher die Kalendertraditionen nach den Mondphasen noch lange am Leben. Unter Hinweis auf Gebräuche englischer Vorfahren listete das Jahrbuch die schönen, alten Mondnamen bis weit ins 20. Jahrhundert hinein auf - jeweils drei pro Jahreszeit. Im Winter erstrahlten der "Mond nach Weihnachten", der Wolfmond und der Fastenmond. Im Frühling gingen der Eimond, Milchmond und Blumenmond als Vollmond am Firmament auf, im Sommer der Heumond, Kornmond und Fruchtmond. Im Herbst richteten sich die Menschen nach dem Erntemond, dem Jägersmond sowie dem "Mond vor Weihnachten".
Das Problem mit den 12 patriarchalen Monaten war nun, dass es eben immer wieder 13 Vollmonde innerhalb von 365 Tagen gibt. Dies lässt mitunter in einer Jahreszeit vier Vollmonde zu. Und das störte die lange Tradition der bäuerlichen Mond- und damit Monatsbezeichnungen. Im Jahr 1937 z.B. ging der erste Sommervollmond, der Heumond, schon am 23. Juni über Amerika auf. Der Kornmond folgte im Juli, der Fruchtmond am 21. August. Der Erntemond wäre damit noch vor den Herbstbeginn gerutscht und - in weiterer Folge - der "Mond nach Weihnachten" vor das Christfest.
So entschlossen man sich in der Redaktion von „Maine Farmers' Almanac“, nötigenfalls einen weiteren Mondnamen einzusetzen. Zählte eine Jahreszeit vier Vollmonde, wurde der jeweils dritte "Blue Moon" bezeichnet.


Blauer Mond in der Silvesternacht 2009 - 2010

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Der nächste blaue Mond, der uns vom Himmel leuchtet, wird ein besonders starker und magischer, er ist mitten in den Rauhnächten, in der Silvesternacht!
Dass zu Silvester Vollmond ist, ist wirklich eine Ausnahmeerscheinung: Im vergangenen Jahrhundert gab es das nur vier Mal - 1933, 1952, 1971 und 1990. Und der nächste "Blaue Mond" zu Silvester kommt erst im Jahr 2028.
Da der Menstruationsrhythmus der Frauen dem des Mondrhythmus gleich ist, ist der „blaue Mond“ deutliches Zeichen der ursprünglichen Kräfte, die sich durch nichts und schon gar nicht durch eine patriarchale Kalendereinteilung korrumpieren lassen.

Verstärkt wird diese blaue-Mond-Energie heuer durch die Energie der Rauhnächte:

Auch diese sind übrigens eine Folge der Differenz zwischen den matriarchalen Mondzyklen und der patriarchal-cäsarischen Monatseinteilung.
Dazu noch ein wenig Mathematik: Der Vollmondtermin wiederholt sich im Mittel alle 29,53 Tage - multipliziert man dies mit 12 so ergeben sich exakt 354,36 Tage. Die Differenz zum Sonnenjahr mit 365 Tagen beträgt somit rund elf Tage bzw. zwölf Nächte. Diese liegen damit sozusagen außerhalb der vom Mond bestimmten Zeit, ein Rhythmus, der für allen für Frauen sehr wichtig ist. Sie werden auch Zwölfnächte, Zwischennächte, Unternächte, "die krummen Tage" oder Perchtennächte bezeichnet (siehe auch "Von den rauen Nächten und der Wilden Jagd")
Von dieser Zeit wird angenommen, dass die normalen Gesetze der Natur außer Kraft gesetzt und daher die üblichen Grenzen zu gewissen anderen Welten fließend sind. Da der Sonnenkalender für Frauen eben nicht so bestimmend ist und diese Tage daher in einer Art Vakuum liegen, ist dies eine Zeit, in der Außergewöhnliches, ja „Unverschämtes“ getan werden kann – Frauen zaubern und arbeiten magisch, ohne dass es weiters auffällt.
Nun fällt heuer also genau in diese ohnehin schon frauenmagischen Rauhnächte der Blaue Mond (für ganz Genaue: am 31. Dezember 2009 um 20:12:36 Uhr). Eine gute Gelegenheit, starke Magie zu weben, sich Kraft zu holen, das Leben zu feiern!


Einige Anregungen, um den „Blauen Mond“ magisch zu nutzen und zu feiern


Der „Blaue Mond“ ist immer ein besonders magischer und kräftiger Vollmond, an dem Frauen orakeln, starke Wünsche an die Existenz formulieren und in das Universum schicken, den besonderen Schutz der (Mond-)Göttin erbitten (siehe auch Bendis, die besonders alsbadb.jpg die Göttin des Blauen Mondes gilt oder im Stichwortverzeichnis - "nach Zuständigkeit, Attributen, Eigenschaften" - unter „Mond“). 

Es gibt immer noch die Redewendung „jemanden das Blaue vom Himmel versprechen“. Im Englischen nennt man das "promise someone the moon"; man verspricht also den Mond. Frauen nützen gerade diesen „blauen Mond“, um sich selbst etwas wichtiges zu versprechen, mit der Mondgöttin als Zeugin.

Dazu können Wünsche oder Versprechungen auf vier kleine kreisrunde Zettel geschrieben werden. Diese können dann entweder den vier Elementen Erde, Feuer, Wasser und Luft anvertraut werden bzw. in den vier Himmelsrichtungen vergraben oder auf Äste gesteckt werden.

Besonders schön ist es, diesen „Blauen Mond“ im Kreis von Frauen zu feiern, die Weiblichkeit, die Frauenkraft, die Göttin in uns allen zu zelebrieren.


Gut orakeln lässt sich mit einer Wasserschale, in der sich das Mondenlicht spiegelt. Man stellt eine Frage und beobachtet, was das Mondspiegelbild im Wasser antwortet - bleibt alles ruhig, kräuseln sich kleine Wellen, zieht eine Wolke vorbei ...
Mit diesem Mondenwasser können sich Frauen (gegenseitig) auch im Namen der Mondkraft oder der Mondgöttin segnen.

 

Frauen laden sich speziell zum „Blue Moon“ mit der Mondenergie auf und können dies auch mit einem Stein machen, in dem sie das Mondlicht speichern. Mondstein, Rosenquarz, Bergkristall, blauer Achat, Azurit eigenen sich besonders dafür, aber auch jeder andere Stein, den Frauen mögen.ixchel.jpg
Diesen Stein legen sie dann in ein Glas Wasser (ganz gut ist ein verschließbares) und lassen dies die ganze Nacht im Mondenlicht stehen. Wann immer sie diese Mondkraft in sich auffrischen wollen, trinken sie einen kleinen Schluck davon. Bevor das Wasser gänzlich zur Neige geht, wird es wieder aufgefüllt, so entsteht (im homöopatischen Sinn) eine immer größere Potenzierung.

Es können 13 kleine Symbole in der Nacht des „Blauen Mondes“ in einem überschaubaren Areal im Freien angebracht werden. Jedes steht für einen Wunsch, ein Versprechen, eine Frage etc.
Am nächsten Morgen wird geschaut, was mit diesen Symbolen geschehen ist. Sind sie noch da, liegen sie woanders, haben sie sich verändert? Was könnten diese Zeichen bedeuten?

Werdet selbst magisch und kreativ!

Auf alle Fälle: Genießt diesen starken „Blauen Mond“, der nächste kommt erst am 31. August 2012, der übernächste am 31. Juli 2015, dann in einem Jahr gleich zwei: nämlich am 31. Januar und am 31. März 2018 ...